Wörter, die alt machen: Was dein Slang über dein Alter verrät
Jede Generation verrät sich über ihre Wörter. In Deutschland sieht man das jedes Jahr beim Jugendwort des Jahres von Langenscheidt. 2020 gewann „lost“, 2021 „cringe“, 2024 „Aura“ und 2025 „das crazy“. Kaum ist ein Wort gekürt, sagen es die Eltern, und die Jugend zieht weiter. „Läuft bei dir“ war 2014 das Jugendwort. Heute klingt es nach Papa. So wird aus Jugendsprache nach ein paar Jahren Elternsprache.
Klassische Elternsprache erkennt jeder sofort. Geschichten beginnen mit „Zu meiner Zeit…“ und enden mit „Früher war alles besser!“ An der Eisdiele heißt es: „Die Kugel Eis war früher 1 Euro!“ Im Büro schallt mittags „Mahlzeit!“ über den Flur. Werbung heißt „Reklame“, die Winterjacke „Anorak“. Wer erschrickt, ruft: „Ach du grüne Neune!“ Die Millennials schreiben „LOL“ und „xD“ und schicken das Tränen-Lach-Emoji. Die Jüngsten lachen mit dem Totenkopf, sagen „safe“ statt „okay“ und finden ein gutes Outfit „tuff“.
Dieser Test fragt nicht nach deinem Geburtsjahr. Er schickt dich mit drei Freunden auf einen Wochenendtrip. In 12 Szenen geht es vom Gruppenchat bis zum Karaoke-Mikro. Mal schließt du das Ferienhaus auf, mal posierst du fürs Gruppenfoto. Du wählst, was dir zuerst rausrutschen würde. Am Ende steht dein Slang-Alter, in 6 Stufen von 16 bis 55. Ein hohes Slang-Alter ist übrigens kein Makel. Oldschool-Sprüche machen jeden Gruppenchat gemütlicher. Die Idee kommt aus Korea. Dort ging sie als „Young Creator Crew“ gegen „Old Creator Crew“ viral, angelehnt an den Song YOUNGCREATORCREW der K-Pop-Gruppe CORTIS.







