Was der Möchtegern-P-Test misst
Ein Möchtegern-P sagt P und handelt anders. Reisen sind spontan, sagst du, und packst am Abend davor komplett. Pläne machst du keine, nur läuft im Kopf die Reihenfolge für morgen von selbst durch. Der Test misst den Abstand zwischen Selbstbild und Verhalten.
Deshalb bestehen die Fragen ausschließlich aus konkreten Szenen. Wie dein Koffer am Abend vor der Reise aussieht. Woran du drei Tage vor der Abgabe wirklich sitzt. Wie sich dein Kopf anfühlt, wenn eine Verabredung komplett umgeworfen wird. Wie der Gruppenchat endet, zehn Minuten nachdem du "Mir ist alles recht" geschrieben hast. Und was aus dem Teil wird, das seit drei Wochen im Warenkorb liegt. Der Grund ist einfach: Eine Neigung ist verzerrt, sobald du sie selbst bewertest.
Das Ergebnis reicht in fünf Stufen von echt P bis faktisch J, und keine Stufe kostet dich etwas. Wichtiger als die Stufe ist die Frage, bei der dein Finger kurz stehen geblieben ist — genau da hast du dich bisher für P gehalten. Schick den Test weiter, und meistens trifft es zuerst die andere Seite.






